Souvenirs

 

Souvenirs an eine Lüge,

die ich als solche nicht erkannt

Souvenirs an jene Züge

in dem Gesicht, die ich verkannt.

 

Souvenirs muss ich entsorgen,

Bilder, Schmuck und Plastikrosen.

Souvenirs die machen Sorgen,

und Erinnerung ans Kosen.

 

Souvenirs in meiner Seele

werde ich so schnell nicht los.

Ob auf ewig ich mich quäle?

Bleiben sie für immer groß?

 

Souvenirs in eine Kiste!

Ich beschwere sie mit Steinen!

Streiche sie von meiner Liste,

und ich werde nicht mehr weinen!

 

*

 

 

Verstorben

 

Du lebst, und dennoch bist du schon verstorben

Bleich wandelt Leinwand und du glaubst, du bist

Doch ist die Freude lange schon verdorben

und heller Sonnenschein scheint dir so trist

 

Du siehst nicht, blicklos schauen deine Augen

ganz tränenlos, geh'n sie zum Gleichmut hin

und gehst nicht nach, was deine Schritte taugen

spürst Hürden doch, fragst nicht nach deren Sinn

 

Du hast dich wehrlos fremder Kraft ergeben,

weil man dich formte schon seit langer Frist

So wolltest du gewiss dein Leben leben

Nun gib doch zu, dass du genauso bist.

 

Ach schon so lange willst Du nicht mehr spüren.

Wenn du auch wolltest, nein du kannst es nicht

Du lässt dich blind doch lieber weiter führen

Denn Du hast Angst, es blendet dich das Licht

 

Dein Leben konnten immer and're bauen

Beizeiten nahm man Dir dein Selbstvertrauen

 


 

Enttäuschung

 

Den festen Glauben, hast du ihn verloren?

Da war ein Fels doch, der dich überzeugt.

Nichttrauenkönnen ward dir nun geboren,

das ängstlich und mit Abstand jetzt beäugt,

 

ob noch zu finden sei ein kleines Stück.

Die Negation wallt wie Enttäuschung auf

Im See Gewissheit da entschwimmt das Glück.

Es dauert, ungern nimmst du es in Kauf.

 

Vertrauen hat dir Sicherheit geschenkt

Du glaubtest ewig hält dich nun das Seil

Nur Schleife anstatt Knoten eingehängt,

zieht sich nun auf zum Absturz Teil für Teil

 

Der Teufel lacht, hat's immer schon gewußt

Wut und Verzweiflung raubt dir den Verstand

Er zerrt an dir dazu noch voller Lust

Am Ende reichst Du willig ihm die Hand

 

Du willst nun nie mehr an das Gute glauben

Ja dann nur bleibt dir die Entäuschung fern

Ach lass Dir niemals Deinen Glauben rauben

Denn nur wer wagt, dem leuchtet auch ein Stern.

 

 

In Nichts kann man sich so sehr täuschen, wie in einem Menschen.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tristesse

Pantun

 

Ich wähnte mich im Glück der Sonne.

Nun fallen Tränenbäche nieder.

Gibt es je wieder Frühlingswonne?

Ach, blühen Blumen denn je wieder?

 

Nun fallen Tränenbäche nieder.

Ein Wolkenvorhang zieht sich zu.

Ach, blühen Blumen denn je wieder?

Das Bienenvolk geht schon zur Ruh'.

 

Ein Wolkenvorhang zieht sich zu.

Man sieht die Sonne sich verziehen.

Das Bienenvolk geht schon zur Ruh'.

Wird alle Fröhlichkeit entfliehen?

 

Man sieht die Sonne sich verziehen.

Gibt es je wieder Frühlingswonne?

Wird alle Fröhlichkeit entfliehen?

Ich wähnte mich im Glück der Sonne.